Atelier Miriam Lange - Werk
Mehr Ă¼ber das Werk
Eine bewusste Vermischung aus "bis auf's Hemd" und "das letzte Hemd".
In einer Zeit, in der Ausstellungen wegen der Coronapandemie kaum möglich waren, entstanden bei mir
und unter allen anderen Kulturschaffenden verschiedenartige Nöte.
VordergrĂ¼ndig sind es finanzielle Engpässe, bis hin zu existenzbedrohenden Szenarien..
AuĂŸerdem aber beinhaltet Kunst auch immer den Austausch mit dem Publikum, dem
Betrachtenden. Wer ist meinE AdressatIn in dieser Zeit?
Als bildende KĂ¼nstlerin brauche ich eine gewisse Zeit des eremitischen Arbeitens, aber
dann habe ich der Welt etwas mitzuteieln. Wohin mit mir und diesem Mitteilungsdrang?
Wer hört das, was ich zu sagen habe?
Kann ich einfach etwas anderes zum Broterwerb tun und die Kunst an den Nagel hängen,
wie ein KleidungsstĂ¼ck, das nicht in unsere Zeit passt? Ich kann es nicht! Ich kann mich nackt machen
und muss es manchmal, um gewisse UnetrstĂ¼tzungen zu erhalten, um weiter das zu tun, was ich tun muss:
nämlich Kunst. Und doch bleibe ich KĂ¼nstlerin, allen Unbillen zum Trotz.
"Bis auf's letzte Hemd" ist eine Verbildlichung dieses Prozesses, der Verzweiflung, des
sich nackt machens um schlieĂŸlich zu sehen, was bleibt: Ich, die KĂ¼nstlerin, bin zwar
nackt, aber zum GlĂ¼ck immernoch genau das: KĂ¼nstlerin!
Und doch lässt sich diese Arbeit auch unabhängig der Pandemie betrachten. Diese Frage, auf die wir alle
immer wieder zurĂ¼ck geworfen werden: Wer bin ich, wenn alles Ă„uĂŸere wegfällt? Was ist mein ureigenes
Selbstverständnis, das mir niemand nehmen kann?
Miriam Lange
Die KĂ¼nstlerin
Lass uns die Welt ein bisschen bunter machen
Egal, ob du dich in ein Kunstwerk verliebt hast, einen Auftrag besprechen möchtest oder einfach den Pinsel selbst in die Hand nehmen willst – ich freue mich darauf, von dir zu hören.
Tel.